LK Biologie bei Frau Püschel oder: Stiftung Lehrertest empfiehlt

Am 19. September fanden wir (15 mal 2n=46XX, 2 mal 2n=46XY) uns lernwillig und voller Optimismus im LK Bio zusammen. Schon nach der ersten Stunde waren wir alle auf Frau Pueschel geprägt und somit konnte in den folgenden 2 Kursjahren nichts mehr schiefgehen.

Was wir sehr bald bemerkten war, daß sich viele biologische Begriffe auch innerhalb unserer Population anwenden ließen. So stuerzten sich fast jeden Freitag nachmittag 17 Makrophagen (Fresszellen) auf den Schluesselreiz “Kuchen”. Intraspezifische (innerartliche) Konkurrenz ließ sich dabei nicht vermeiden. Vor allem unsere beiden XY gingen als Sieger dieser Kämpfe hervor. Das oft vorhandene “Weib-Schema” löste bei beiden zusätzlich das Balzverhalten aus; als bevorzugtes Objekt galten dabei Susi W. und Moni A..

Zu einer echten Paarbildung kam es dabei leider nicht. Ein anderes interessantes Phänomen, nämlich die Reaktion auf Attrappenversuche, konnte an den beiden Versuchspersonen Katja W. und Annabel A. veranschaulicht werden. Eine Annabel-Attrappe mit dem optischen Auslöser “rotes Haar” löste bei Katja Sprech- und Lachverhalten aus. Eine Lehrerattrappe löste bei einigen wenigen Schuelern Meldeverhalten aus, wohingegen andere Schueler versuchten, sich durch Mimese dem Untergrund anzupassen, um dem Feind “Abfrage” zu entgehen (was nicht immer gelang). Das Gen für eine schöne Singstimme war bei mehreren Gruppenmitgliedern besonders ausgeprägt, was wir auch auf der Kursfete feststellen konnten.

Unsere Population war insgesamt nicht stagnierend, denn im 2. Kursjahr nahmen wir das Antigen Renate mit Freuden auf und bildeten auch keine Antikörper gegen sie (schließlich trug sie mit ihren weiblichen Genen positiv zum Genpool bei!). Noch einen weiteren Begriff aus der Immunbiologe konnten wir innerhalb unserer Population wiederfinden: Als T-Helferzellen kristallisierten sich vor allem Karin und Daniela im Laufe der zwei Jahre heraus.

Frau Pueschel entwickelte schon zu Beginn unserer Kollegstufenzeit ein “Brutpflegeverhalten”, das sich gegen Ende des 2. Kurshalbjahres noch verstärkte. Durch ihren hervorragenden Unterricht schaffte sie es mit Hilfe von allerlei Materialien (Folien, Tafelanschriften, Dias, Filmen und einem schier unerschöpflichen Vorrat an uebungsaufgaben) uns sogar die kompliziertesten Dinge leichtverständlich zu erklären!

Kurz und gut: wir haben jetzt alle die ausreichend hohe Handlungsbereitschaft, das Abitur erfolgreich abzulegen!

LK Bio